Ernährung in der Schwangerschaft

Eine gesunde Frau soll sich während der Schwangerschaft und Stillzeit ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Empfehlenswert sind genügend Gemüse und Früchte, täglich Milch und Milchprodukte sowie Kohlenhydrate, 2- bis 3-mal Fleisch und 1- bis 2-mal Fisch pro Woche.

Auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr (1.5 - 2.5 Liter pro Tag) ist zu achten. Alle Gemüse und Früchte sollen vor dem Verzehr unbedingt mit reichlich Wasser gewaschen werden.

Speziell im ersten Drittel der Schwangerschaft ist der Bedarf an Vitaminen erhöht, weshalb es sich lohnt neben einer gesunden Ernährung zusätzlich ein für die Schwangerschaft zusammengestelltes Multivitamin-Produkt einzunehmen. Die grösste Bedeutung fällt hier der Folsäure zu, welche vorteilhaft bereits 4 Wochen vor Eintreten der Schwangerschaft in einer Dosierung von mindestens 0.4 mg/Tag eingenommen werden sollte. Das Risiko eines Neuralrohrdefekts ("offener Rücken beim Kind") kann so erheblich reduziert werden.

Bei der mikrobiellen Verunreinigung (Infektionen durch Bakterien und andere Keime) spielen in der Schwangerschaft vor allem die Toxoplasmose, übertragen durch rohes Fleisch, Kontakt mit Katzen oder ungewaschenes Gemüse, und die Listeriose, deren Erreger über die rohe Milch und Rohmilchprodukte in den mütterlichen Organismus gelangen, eine wesentliche Rolle. Essen Sie deshalb kein rohes Fleisch, keinen Weichkäse aus Rohmilch und trinken Sie keine Rohmilch. Auch roher oder geräucherter Fisch (z.B. Lachs oder Forelle), welcher aus Fischzuchten kommt, kann mit Listerien verunreinigt sein, weshalb sie gemieden werden sollten. Warum in der Schweiz keine Toxoplasmose-Bluttests mehr durchgeführt werden, und weitere Informationen über Toxoplasmose finden Sie hier.

Während der Schwangerschaft dürfen und sollen Sie zunehmen. Für eine normalgewichtige Frau wären 10-12 kg ideal, 7 kg sollten es mindestens sein. Untergewichtige Frauen (BMI unter 18) sollten sogar 12-18 kg zunehmen. Auch wenn Sie übergewichtig sind sollten sie während der Schwangerschaft keine Diäten machen. Auf keinen Fall sollten irgendwelche Appetitzügler eingenommen werden.

Es ist bewiesen, dass Kinder von Alkoholikerinnen vermehrt an Fehlbildungen, Kleinwüchsigkeit, Intelligenz­defekten und Verhaltensstörungen leiden. Ob geringe Mengen von Alkohol bereits eine schädigende Wirkung auf das werdende Kind haben, ist nicht abschliessend geklärt. Wahrscheinlich ist ein Glas Wein oder Sekt pro Woche (sogenanntes social drinking) ungefährlich. Auch ein bis zwei Tassen Kaffee pro Tag scheinen dem Feten nicht zu schaden. Demgegenüber ist Nikotin während der ganzen Schwangerschaft nicht zu empfehlen, da es schon wenige Sekunden nach dem ersten Zug beim Kind ankommt und sich dort in hohen Konzentrationen anreichert (wegen der unreifen Leber und Niere des Kindes kann es nur langsam abgebaut werden). Untergewicht, vorzeitige Wehen, vermehrte Infekte, Atemstörungen und plötzlicher Kindstod sind nur einige der möglichen Folgen.

Für weitere Fragen rund um die Ernährung stehen wir Ihnen in der Sprechstunde gerne zur Verfügung.


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