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Vorgeburtliche Untersuchungen: Fruchtwasserpunktion

Dr. Lang hat grosse Erfahrung mit Fruchtwasserpunktionen bei schwangeren Patientinnen.

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Die Fruchtwasserpunktion (Amniocentese) wird üblicherweise zwischen 16 und 18 Schwangerschaftswochen durchgeführt. Dabei werden mit einer dünnen Nadel die Fruchthöhle punktiert (angestochen) und ca. 12-15 ml Fruchtwasser abgesaugt. Das entnommene Fruchtwasser bildet sich in kurzer Zeit wieder neu. Die Punktion erfolgt unter Ultraschallkontrolle, so dass eine Verletzung des Kindes heute nicht mehr vorkommen sollte. Das Risiko einer Fehlgeburt nach Amniocentese beträgt höchstens 0,5% (1 auf 200) und muss gegen das individuelle Risiko einer Erbgutstörung beim Kind abgewogen werden.

 

 

Oben links: Schema der Fruchtwasserpunktion. Oben rechts: Gensonden-Schnellanalyse (FISH). Jeder farbige Punkt stellt ein Chromosom dar.

 

Nach der Punktion sollten Sie sich 24 Stunden schonen. Leichtes, menstruationsähnliches Ziehen und leichte Blutungen aus der Scheide können vorkommen; bei stärkeren Schmerzen oder Blutungen (sehr selten!) sollten Sie uns jederzeit kontaktieren (Notfall-Telefonnummer gemäss Praxis-Telefonbeantworter). Das Resultat erhalten Sie und wir nach 12-14 Tagen gleichzeitig per Post (bei Bezahlung eines Express-Zuschlags von 300 Franken kommt das Ergebnis der FISH-Analyse bereits nach 24-48 Stunden). Die Untersuchung kostet insgesamt gut 900 Franken und wird von der Krankenkasse nur bei erhöhtem Risiko (Alter der Mutter über 35 Jahre, auffälliger Ersttrimester-Test, familiäre Belastung mit Erbkrankheiten) übernommen.

 

?? Für und Wider ??

Ob ein Bluttest und/oder eine Amniocentese sinnvoll sind, werden wir mit 11-13 Wochen in einem ausführlichen ärztlichen Gespräch diskutieren. Der werdende Vater ist - wie zu allen Kontrollen - herzlich dazu eingeladen. Entscheidend ist, dass Sie nach umfassender Aufklärung durch Ihren Arzt jene Untersuchungen machen lassen, die es Ihnen ermöglichen, für den Rest Ihrer Schwangerschaft ruhig zu schlafen.

 

Chorionbiopsie

Bei der Chorionbiopsie werden mit einer Nadel Zellen des Mutterkuchens (Plazenta) entnommen. Dies ist schon früher möglich als die Amniocentese (mit ca. 11 Wochen); das Resultat der Untersuchung ist aber etwas weniger sicher als jenes der Amniocentese, weil es in seltenen Fällen vorkommt, dass das Erbgut des Kindes und dasjenige der Plazenta nicht übereinstimmen. Die Untersuchung eignet sich vor allem für werdende Mütter, die bereits ein krankes Kind geboren haben. Die Chorionbiopsie führen wir nicht selbst durch, sondern überweisen Sie an eine darauf spezialisierte Ärztin.